Gewalt in der Familie bleibt in der Familie – oder?

15. August 2013

Gewalt in Paarbeziehungen ist in unserer Gesellschaft kein Kavaliersdelikt, denn Kontrolle und hartnäckige Verfolgung sind kein Liebesbeweis.

Wir wissen, dass Gewalterfahrungen tiefe seelische Narben hinterlassen, sowohl bei betroffenen Frauen als auch bei Kindern, die Gewalt miterleben. Dennoch fällt es vielen Opfern schwer, sich aus dem Teufelskreis von Gewalt und Wiederversöhnung zu lösen. Freunde und Angehörige sind oft überfordert mit der Situation und wenden sich hilflos ab. 

Veränderungen von Gewaltstrukturen in der Familie sind oft ein langwieriger Prozess, daher ist es wichtig, möglichst früh anzusetzen und Eskalationen zu verhindern.

Psychologische Arbeit besteht hier in der Unterstützung der Opfer und Angehörigen, sowie anderer Personen, die Ihre Hilfe anbieten wollen (PädagogInnen, ArbeitskollegInnen, FreundInnen…).

Auch mit Tätern kann psychologisch gearbeitet werden, z.B. im Rahmen von Anti-Aggresions-Trainings.