Häusliche Gewalt

15. August 2013

Gemeinhin wird angenommen, dass das eigene Zuhause der sicherste Ort ist – mitnichten: mehr als 50% aller Morde geschehen im Familien- und Bekanntenkreis, und die Opfer sind mehrheitlich Frauen und Kinder. Es handelt sich hier um häusliche bzw. Partnergewalt, in den Medien werden diese Verbrechen skandalisiert und als private „Beziehungstragödien“ oder „Familiendramen“ bezeichnet. Doch Gewalt im familiären Umfeld beginnt schon lange vorher, und sie wird durch bestimmte Bedingungen begünstigt. Viele Frauen erleben Gewalt durch den Partner als Teil ihres Alltags, zumeist unbemerkt von Angehörigen und dem Freundeskreis.

Körperliche Gewalt ist leicht als Gewalt zu erkennen und hinterläßt häufig sichtbare Spuren. Sie zeigt sich in Form von Schlägen, Tritten, Stößen, Festhalten oder Würgen.

Psychische Gewalt hingegen ist von außen weniger sichtbar und auch für die Opfer nicht immer als Gewalt deutlich: darunter fallen z.B. Isolation, Einschüchterung, Psychoterror, Kontrolle, Drohungen und Erniedrigung.

Aber auch Missbrauch von finanzieller Abhängigkeit und der Missbrauch der Verfügungsgewalt über finanzielle Mittel sind Formen von Gewalt.