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Ratgeber

IMG_20150131_114608-300x300Weihnachten ist vorbei, das Neue Jahr wurde bereits begrüßt, die Schulferien dauern jedoch noch ein paar Tage. Und falls noch Urlaubszeit übrig ist, wäre jetzt ein guter Moment für eine Beziehungsinventur.
Denn die Zeit um den Jahreswechsel ist nicht nur fröhlich und ein Grund zum Feiern: es ist auch eine Zeit, in der viele Beziehungen zerbrechen. Konflikte, die sich angehäuft haben, kommen gerade dann besonders deutlich hervor, wenn man Partner- oder Familienglück zu einem vorgegebenen Termin erleben und demonstrieren will.

Dieser Artikel beschreibt schön nachvollziehbar, warum es so wichtig für unsere Gehirnaktivität ist, in das – meist abschätzig verwendete – „Narrenkastl“ zu schauen, d.h. einfach mal gar nichts tun, aus dem Fenster schauen, vor sich hin täumen…

Das schaut zwar dann verdächtig nach Faulenzen aus, dahinter verbirgt sich aber eine wichtige Leistung unseres Gedächtnisses. Ständige Ablenkung durch Medien und Multitasking stehen dieser Funktion allerdings im Wege.

Zum Artikel: LizzyNet.de – Mach mal Pause!

Schokokekse, um Zeit miteinander zu verbringen, Bier, um Gemeinschaft und Zugehörigkeit zu erleben – die Werbung spricht fundamentale menschliche Bedürfnisse an und gaukelt uns vor, dass diese mit dem Kauf bestimmter Produkte befriedigt werden können.

Doch leider – Gemeinschaft, freundschaftliche Beziehungen und Familienglück erreicht man nicht durch den Kauf von Produkten. Sondern vielleicht genau durch das Gegenteil: das Zulassen von Stille und unverplanter Zeit.

Um sich auf andere einzulassen, sie wahrzunehmen und ein gegenseitiges Verstehen zu erreichen, braucht es Zeit. Diese ist nicht immer, so wie uns Instagram und Facebook weismachen wollen, „endgeil“ und „awesome“, sondern manchmal einfach nur fad.

Aber so ist das Leben.

Und dann gibt es diesen Moment, in dem man den anderen plötzlich vollkommen versteht; oder das Lächeln sieht, das nur einmal im Jahr erscheint; oder einfach nur jemand sagt „schön, mit dir hier zu sein“. Oder gar nichts davon passiert, aber man ist trotzdem glücklich.

Weil Glück kein Preisschild hat. Und kein Ablaufdatum.

Privatsphäre ist nicht nur etwas, das Leute beanspruchen, die etwas verbergen wollen, und es ist nichts, auf das man verzichten kann, wenn man nichts angestellt hat:

„Der Schutz der Privatsphäre stellt einen Wert an sich dar und ist ein verfassungsmäßig zugesichertes Recht – das heißt, es gibt bestimmte Dinge im Leben, die andere einfach nichts anzugehen haben“

heißt es in der neuen Broschüre der Arbeiterkammer (Link unten).

Dabei gibt es zweierlei zu beachten: die von mir vorgenommenen Einstellungen, die bestimmen, wer von den anderen NutzerInnen welche meiner Informationen sehen darf. Darüberhinaus ist es aber auch immer fraglich, was die Plattform selbst mit meinen Daten anstellt, wie diese vor Hacker-Angriffen geschützt sind und ob sie vielleicht weiterverkauft werden. Da sich kaum jemand die kleingedruckten Nutzungsbedingungen genau durchliest, gibt es darüber oft Unklarheiten.

Im Zweifelsfall daher lieber nur solche Informationen einstellen, die man ohnehin auch veröffentlichen würde.

Broschüre: Soziale Netzwerke im Internet | AK Wien.