Über diesen Blog

Der Blog beinhaltet Neuigkeiten und Forschungsergebnisse u.a. zu den Themen:

  • Psychologie & Soziales,
  • Social Media & Onlinekommunikation,
  • Persönlichkeitsentwicklung.

Heute ist in der Presse ein Interview mit mir erschienen, in dem es um psychische Krankheit und deren bewusste Sichtbarmachung auf Facebook und anderen Medien geht (Link siehe unten).Es freut mich, dass dieses Thema diskutiert wird, denn viele Menschen fürchten sich davor, als „deppert“ abgestempelt zu werden, wenn sie von ihrer Krankheit erzählen. Dann bleibt das Problem aber unbehandelt oder man „behandelt“ sich selbst, z.B. mit Alkohol.

Zwischen weltweiter Veröffentlichung des eigenen Zustandes und dem Verschweigen gibt es aber auch einen guten Mittelweg: sich seinen FreundInnen und Verwandten anzuvertrauen und professionelle Hilfe zu suchen.

„Man legt sich als jemand fest, der Probleme hat“ « DiePresse.com.

 

Im heutigen Kurier ist ein Interview mit mir erschienen, das die Frage klären soll, warum Missbrauchsopfer manchmal erst nach Jahrzehnten von ihren Traumata berichten. Eine häufige Laienmeinung ist, dass hier etwas nicht stimmen kann, und in der Öffentlichkeit kommt der Verdacht auf, da wäre womöglich etwas erfunden worden. Ich habe versucht, das zu erklären. Wenn ich mir die Kommentare ansehe, fürchte ich jedoch, dass es mir nicht wirklich gelungen ist…

Missbrauchsopfer klagt Jesuiten und Lehrer – KURIER.at.

Am Ende dieses Jahres, in dem wir alle wieder ein Jahr älter geworden sind (was eine Erkenntnis!) denke ich u.a. an jene Klientinnen, die sich mit dem Älterwerden schwer tun, am liebsten alle Spiegel aus dem Haus werfen würden und das Gefühl haben, Attraktivität, Liebe und Angenommensein gleichzeitig zu verlieren.

5 Reasons Women Get Better With Age | Barbara Greenberg

Der Link führt zu einer kurzen Liste der Dinge, die eine Frau mit dem Alter „besser“ macht, aber ich möchte sie nicht unkommentiert lassen und ergänzen. 

Alle Jahre wieder: die Winterdepression zieht ihre Runden – eine wiederkehrende Reaktion auf den Lichtmangel, der sich durch eine Veränderung des Hormoncocktails im Gehirn auf das Befinden auswirkt.

winter

Man ist müder, weniger leistungsfähig, antriebslos und auch irgendwie melancholisch. Je nach Stärke und Auswirkung dieser Symptome auf das tägliche Leben wird eine psychische Störung diagnostiziert, die von Fachleuten behandelt werden sollte.

Für einen KURIER-Artikel wurde ich im Telefoninterview gefragt, was ich zu der neuen britischen Studie sage, die herausgefunden hat, dass Social Media möglicherweise die Sexualität in der Partnerschaft negativ beeinflusst.

Dazu vorweg: die zitierte Studie hat festgestellt, dass Paare vor 10 Jahren häufiger Sex hatten als heute. Sie sagt nicht, ob die sexuellen Begegnungen damals besser oder intensiver waren. Und sie sagt auch nicht, wodurch diese seit der Jahrtausendwende eingetretenen Veränderungen  bewirkt wurden – als eine der Möglichkeiten werden jedoch Social Media im Sinne von libidoschädlicher Schlafzimmerkost per Handy und Tablet thematisiert.

Man wollte nun von mir wissen, wie sich denn allgemein Social Media auf Paarbeziehungen auswirkt. Nun, genauso wie auf alle anderen Beziehungen: wenn es zur Vermeidungsstrategie wird, liegt was im Argen.

Podiumsdiskussion: Online-Flirts

20. Oktober 2013
Kommentare deaktiviert für Podiumsdiskussion: Online-Flirts

Heute durfte ich bei den femVital Mädchen- und Frauengesundheitstagen bei einer Podiumsdiskussion mitwirken, das Thema war

„Online-Flirts: Das Kennenlernen im Internet“

Mag.a Daniela Zimmer von der AK, Sabine und Herbert; Moderation Ricarda Reinisch

Im Jugendalter – und wahrscheinlich auch später – besteht die Rolle des Internets u.a. darin,  mit vorhandenen und neuen Kontakten in Verbindung zu bleiben bzw. zu kommen. Das Gefühl, den zukünftigen liebsten Menschen nicht nur im engen täglichen Bewegungsraum (Arbeit, Schule, Freundeskreis…)  sondern auch weit außerhalb dieses Aktionsradius‘ kennenlernen zu können, bewegt Partnersuchende dazu, sich auf Singlebörsen umzusehen. Und wenn alles so wie bei dem an der Diskussion mitwirkenden Pärchen läuft, nämlich optimal, hat man in wenigen Monaten seine Daten wieder aus der Dating-Plattform entfernt, weil das erträumte Gegenüber gefunden wurde. Wenn der Erfolg jedoch ausbleibt, sollte man a) die eigene Selbstdarstellung (Foto, Motto und was sonst so dazugehört) und b) die eigenen Erwartungen überprüfen.

Dieser Artikel beschreibt schön nachvollziehbar, warum es so wichtig für unsere Gehirnaktivität ist, in das – meist abschätzig verwendete – „Narrenkastl“ zu schauen, d.h. einfach mal gar nichts tun, aus dem Fenster schauen, vor sich hin täumen…

Das schaut zwar dann verdächtig nach Faulenzen aus, dahinter verbirgt sich aber eine wichtige Leistung unseres Gedächtnisses. Ständige Ablenkung durch Medien und Multitasking stehen dieser Funktion allerdings im Wege.

Zum Artikel: LizzyNet.de – Mach mal Pause!

Schokokekse, um Zeit miteinander zu verbringen, Bier, um Gemeinschaft und Zugehörigkeit zu erleben – die Werbung spricht fundamentale menschliche Bedürfnisse an und gaukelt uns vor, dass diese mit dem Kauf bestimmter Produkte befriedigt werden können.

Doch leider – Gemeinschaft, freundschaftliche Beziehungen und Familienglück erreicht man nicht durch den Kauf von Produkten. Sondern vielleicht genau durch das Gegenteil: das Zulassen von Stille und unverplanter Zeit.

Um sich auf andere einzulassen, sie wahrzunehmen und ein gegenseitiges Verstehen zu erreichen, braucht es Zeit. Diese ist nicht immer, so wie uns Instagram und Facebook weismachen wollen, „endgeil“ und „awesome“, sondern manchmal einfach nur fad.

Aber so ist das Leben.

Und dann gibt es diesen Moment, in dem man den anderen plötzlich vollkommen versteht; oder das Lächeln sieht, das nur einmal im Jahr erscheint; oder einfach nur jemand sagt „schön, mit dir hier zu sein“. Oder gar nichts davon passiert, aber man ist trotzdem glücklich.

Weil Glück kein Preisschild hat. Und kein Ablaufdatum.

Ich halte am 5. und 6.11.2013 einen Kurs auf der Campus Wien Academy – interessant für SozialarbeiterInnen, LeiterInnen einer sozialwirtschaftlichen (Nonprofit) Organisation, InteressentInnen für Weiterbildung im Bereich der Sozialen Arbeit.

Dabei geht es um Chancen und Herausforderungen –
Chancen:
• Transparenz und Dialog
• Kollaboration und Aktualität
• Wissensmanagement
• Ressourcenaktivierung und Bewusstseinsbildung

Herausforderungen:
• Community Management
• Rechtliche Aspekte
• Beteiligung (Digital Divide)

Mehr Infos: Campus Wien Academy

Privatsphäre ist nicht nur etwas, das Leute beanspruchen, die etwas verbergen wollen, und es ist nichts, auf das man verzichten kann, wenn man nichts angestellt hat:

„Der Schutz der Privatsphäre stellt einen Wert an sich dar und ist ein verfassungsmäßig zugesichertes Recht – das heißt, es gibt bestimmte Dinge im Leben, die andere einfach nichts anzugehen haben“

heißt es in der neuen Broschüre der Arbeiterkammer (Link unten).

Dabei gibt es zweierlei zu beachten: die von mir vorgenommenen Einstellungen, die bestimmen, wer von den anderen NutzerInnen welche meiner Informationen sehen darf. Darüberhinaus ist es aber auch immer fraglich, was die Plattform selbst mit meinen Daten anstellt, wie diese vor Hacker-Angriffen geschützt sind und ob sie vielleicht weiterverkauft werden. Da sich kaum jemand die kleingedruckten Nutzungsbedingungen genau durchliest, gibt es darüber oft Unklarheiten.

Im Zweifelsfall daher lieber nur solche Informationen einstellen, die man ohnehin auch veröffentlichen würde.

Broschüre: Soziale Netzwerke im Internet | AK Wien.