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Gehirnleistung

Warum man sich eher morgens als abends zum ersten Mal treffen sollte, dazu wurde ich heute für Ö3 befragt – dieses Thema passt gut zur gerade begonnenen Sommerzeit! Hier der kurze Ausschnitt zum Anhören:

In einer populären Radiosendung kann das Thema nur angerissen werden, aber natürlich ist der Vormittag auch die richtige Zeit für Prüfungen und alle anderen Arbeiten, die Genauigkeit und Schnelligkeit erfordern – das persönliche Optimum wird am ehesten in diese Zeit erreicht.
Wichtig: auf jeden Fall sollte man ausgeschlafen sein und sich genug Zeit geben, „in die Gänge zu kommen“. So gegen 10 Uhr sind dann die Voraussetzungen für erfolgreiches mentales Arbeiten am besten.

Ein erstes Date darf aber auch am Abend sein – wir wollen ja keinen optimierten Supermenschen kennenlernen, sondern ein authentisches Gegenüber, das auch mal müde oder schlecht drauf sein darf. Wie er oder sie sich bei weniger optimalen Bedingungen verhält, ist wahrscheinlich für eine mögliche Partnerschaft sogar interessanter!

Alle Jahre wieder: die Winterdepression zieht ihre Runden – eine wiederkehrende Reaktion auf den Lichtmangel, der sich durch eine Veränderung des Hormoncocktails im Gehirn auf das Befinden auswirkt.

winter

Man ist müder, weniger leistungsfähig, antriebslos und auch irgendwie melancholisch. Je nach Stärke und Auswirkung dieser Symptome auf das tägliche Leben wird eine psychische Störung diagnostiziert, die von Fachleuten behandelt werden sollte.

Dieser Artikel beschreibt schön nachvollziehbar, warum es so wichtig für unsere Gehirnaktivität ist, in das – meist abschätzig verwendete – „Narrenkastl“ zu schauen, d.h. einfach mal gar nichts tun, aus dem Fenster schauen, vor sich hin täumen…

Das schaut zwar dann verdächtig nach Faulenzen aus, dahinter verbirgt sich aber eine wichtige Leistung unseres Gedächtnisses. Ständige Ablenkung durch Medien und Multitasking stehen dieser Funktion allerdings im Wege.

Zum Artikel: LizzyNet.de – Mach mal Pause!